Friedens-Grundschule
Headerbild Headerbild Headerbild Headerbild Headerbild

Was bedeutet Inklusion?

 

„In einer Schule, die sich der Inklusion verpflichtet sieht, werden Lehrer und Fachpersonal größten Wert darauf legen, jeden Schüler als Persönlichkeit zu sehen!“ (mittendrin e.V.).

Wir sehen unsere Schule als eine Gemeinschaft, die sich aus vielen verschiedenen Persönlichkeiten zusammensetzt. Diese prägen in allen wichtigen Lebensbereichen unseren Schulalltag.

Um nichts anderes geht es bei der Inklusion: Jedes Kind soll unabhängig von individuellen Fähigkeiten, sozialer Herkunft, Sprache, Geschlecht und Alter die Möglichkeit erhalten, gleichberechtigt an allen schulischen und außerschulischen Prozessen teilzunehmen.

 

Gemeinsames Lernen

 

Gemeinsames Lernen ist ein wichtiger Pfeiler der Inklusion. Zentrale Aufgabe hierbei ist die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler.

 

Hierbei ist die Wertschätzung jedes Einzelnen und die Akzeptanz seiner individuellen Andersartigkeit für uns Voraussetzung für ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Wir sind überzeugt davon, dass wir in einem konstruktiven und sich ergänzendem Miteinander tragfähige Lösungen bei der Bewältigung unserer Aufgaben finden und neue Wege aufzeigen können. Wir wollen die uns anvertrauten Kinder begleiten, sie in ihrer Entwicklung fördern und ermutigen. Dabei wollen wir nicht nur helfen ihre Benachteiligungen auszugleichen, sondern auch ihre Stärken und Begabungen fördern.

 

Im Schuljahr 2013/14 haben wir insgesamt 27 Kinder, die eine besondere Förderung in folgenden Bereichen erhalten: Lernen, Emotionale und soziale Entwicklung, Sprache, Geistige Entwicklung und Körperliche und motorische Entwicklung.

 

Rahmenbedingungen

 

Bei der Anmeldung der neuen Schulanfänger wird ein Schulspiel von der sozialpädagogischen Fachkraft durchgeführt. Die Klassenlehrer und die Sonderpädagogen beobachten die Kinder und füllen einen Beobachtungsbogen aus. In einem anschließendem Gespräch mit der Schulleitung erhalten die Eltern eine Rückmeldung und es werden, falls nötig, Empfehlungen zur weiteren Förderung gegeben. Sowohl die Beobachtungen als auch die Empfehlungen werden dokumentiert.

 

Feststellung des Unterstützungsbedarfs

 

Nach dem 9. Schulrechtsänderungsgesetzt gilt ab dem Schuljahr 2014/15, dass keine AO-SF für die Förderschwerpunkte Emotionale und soziale Entwicklung, Lernen und Sprache vorgesehen sind. In Ausnahmefällen kann frühestens im 3. Jahr der Schuleingangsphase ein Antrag über Förderung in diesen Bereichen von der Schule gestellt werden (§19 Abs. 7). Es besteht jedoch die Ausnahme dass ein Antrag eher durch die Eltern gestellt wird. Dies können sie zu jedem Zeitpunkt formlos tun. Der Förderort wird nach der Feststellung des Unterstützungsbedarfs von der Schulaufsicht in Absprache mit dem Schulträger bestimmt.

Für alle anderen Bereiche kann weiterhin jederzeit ein AO-SF beantragt werden.

 

Unterricht

 

Die sonderpädagogische Förderung findet zum einen im Klassenverband, als auch in förderzielorientierten Kleingruppen und im Lernstudio statt. Das Lernstudio richtet sich vorrangig an die Kinder im ersten Schuljahr. Neben mathematischer und sprachlicher Förderung, finden Angebote zur Wahrnehmungs-, Konzentrations- und feinmotorischen Förderung statt. Zusätzlich zu dieser Förderung hat unsere Schule ein „Förderband“ eingerichtet, bei dem in Kleingruppen verschiedene Bereiche gefördert werden. Diese beinhalten derzeit: Mathematik, Sprache, Motorik, Lesen, Konzentration und Wahrnehmung. Auch unsere Sozialpädagogin bietet zusätzliche Fördermaßnahmen an.

 

An allen angebotenen Fördermaßnahmen nehmen auch Mitschüler ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf teil, um auch hier ein gemeinsames Lernen zu ermöglichen. Dabei wird im Eingangs-/Oberstufenteam der Unterricht gemeinsam geplant und vorbereitet. Die Sonderpädagogin reduziert und strukturiert diese Inhalte für die Kinder mit Unterstützungsbedarf nach ihrem aktuellen Lernstand.

Darüber hinaus werden gemeinsam methodische Möglichkeiten der inneren Differenzierung geplant.

 

Viele der Kinder erhalten individuelle Wochenpläne, die Arbeitsaufträge und Materialien enthalten zu Aufgaben, die thematisch in der Klasse erarbeitet werden. Diese Wochenpläne sind ihren Leistungen angepasst, sollen die Schüler weiter fördern und möglichst selbstständig ausgeführt werden. Außerdem hat der Klassenlehrer so eine weitere Möglichkeit im Unterricht zu differenzieren.

 

Die Gestaltung des Stundenplans und des Unterrichts erfolgt durch Absprache zwischen Klassenlehrer und Sonderpädagogen. Die zur Verfügung stehenden Unterrichtsstunden der sonderpädagogischen Fachkraft werden, nach pädagogischen Überlegungen, auf die beteiligten Schüler verteilt.

 

Räumlichkeiten

 

Der sonderpädagogische Förderunterricht findet im Klassenverband oder in den Nebenräumen der Klasse, im eigens dafür eingerichteten und ausgestatteten Förderraum oder im Computerraum statt. Zudem wird auch zur motorischen Förderung der Schulhof und die Turnhalle genutzt.

 

Fördermaterial/ Medien

 

Die Auswahl der eingesetzten Medien und Materialien erfolgt in Absprache zwischen Sonderpädagogen und Grundschullehrern. Es werden sowohl Materialien für die Unterrichtsfächer genutzt, sowie solche für die verschiedenen Entwicklungsbereiche (Wahrnehmung, Motorik, Lern- und Arbeitsverhalten etc.).

 

Förderplanung/ Förderdiagnostik

 

Die Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf benötigen eine gezielte Förderdiagnostik. Diese beginnt bereits mit dem Schulspiel (siehe oben) und setzt sich im weiteren Schulalltag fort und zwar durch Beobachtungen, informelle Überprüfungen und Rücksprachen zwischen allen Beteiligten.

 

Die darauf basierenden Förderpläne für die Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf schreibt der Sonderschulpädagoge der Grundschule in Absprache mit dem Klassenlehrer.

 

Gestaltung der Zeugnisse

 

Verantwortlich für die Zeugnisse ist der Klassenlehrer, der Sonderpädagoge arbeitet in Kooperation mit.

Kinder, die sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf haben, werden nach festgelegtem Förderschwerpunkt zielgleich nach den Richtlinien der Grundschule oder zieldifferent nach den Richtlinien der Förderschule unterrichtet und bewertet.

Schüler, die zieldifferent unterrichtet werden, erhalten ein Berichtszeugnis und besuchen die nächste Jahrgangsstufe ohne versetzt zu werden. Ein Wiederholen sollte nicht erfolgen.

 

Übergang in die weiterführende Schule

 

Nach der Grundschulzeit haben die Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf die Möglichkeit weiterhin eine Regelschule zu besuchen. Derzeit bieten verschiedene Schulen der Sekundarstufe I das Gemeinsame Lernen an.

Die Zuweisung zu der jeweiligen Schule zum Schuljahresende 2013/14 erfolgt durch das Schulamt. Es besteht für die Eltern vorab die Möglichkeit einen Schulwunsch zu äußern.

 

Kooperation mit Eltern

 

Von großer Bedeutung ist die Kooperation mit den Eltern.

Viele der Kinder mit Unterstützungsbedarf sowie deren Eltern brauchen häufig Hilfestellung in alltäglichen organisatorischen Angelegenheiten. Dies erfolgt durch regelmäßige Gespräche und Telefonate sowie durch die Nutzung verschiedener Mitteilungsmöglichkeiten, wie Mitteilungsheft, gelbe Mappe, Smiley-Plan etc.. In Gesprächen mit den Eltern, dem Kind, dem Klassenlehrer und dem Sonderpädagogen werden die Fördermöglichkeiten im Rahmen der Förderung an der Grundschule besprochen. Außerdem wird über den Förderortwechsel nach der 4. Klasse oder eventuell im Verlauf der Grundschulzeit sowie über notwendige außerschulische Fördermöglichkeiten beraten.

 

Fortbildung

 

Es finden regelmäßige Dienstbesprechungen für die Sonderpädagogen im Grundschulkapitel statt. Zudem nehmen die Sonderpädagogen an zusätzlichen Angeboten und Fortbildungen, sowie Workshops teil.

Die Evaluation ist Bestandteil unseres Schulprogramms und wird regelmäßig durchgeführt.